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Jugendfeuerwehr > Ausbildung
Am Samstag, den 28. August 2010, trafen sich die Jugendfeuerwehren des Amtes Hagenow-Land in Strohkirchen.
Der Einladung aus Strohkirchen, zu einer gemeinsamen Jugendfeuerwehrausbildung, sind die Wehren aus Gammelin, Kuhstorf, Redefin, Picher und gefolgt. Bei dieser Ausbildung, organisiert von Jugendfeuerwehrwart Andreas Dziedo, handelte es sich um eine Überprüfung der erlernten Fähigkeiten.
Sie bildete den Höhepunkt des Ausbildungsjahres 2010. Nun konnten 54 Jugendfeuerwehrmitglieder beweisen, dass sie bereits Erlerntes nicht nur kennen und beherrschen, sondern auch selbstständig anwenden können.
Unter den Rahmenbedingungen eines simulierten Waldbrandes wurden sämtliche Inhalte der Jugendfeuerwehrausbildung abgefordert.






























Die Grundtätigkeiten wie Schläuche ausrollen und kuppeln, das Herstellen der Wasserversorgung und Anlegen von Feuerwehrknoten wurde hauptsächlich von den jüngeren Kameraden verlangt.
Die korrekte Anwendung der Feuerwehrdienstvorschrift 3, die Funk- und Betriebssprache sowie die Erste Hilfe war der Schwerpunkt für die erfahreneren Kameraden.
Die "alten" Hasen aus den Jugendfeuerwehren wurden auf dem höchsten Level gefordert. Sie hatten die schwere Aufgabe der Führung inne. Dabei handelten sie mit sehr viel Vorsicht und Weitblick. Sie mussten erschöpfte Kräfte ablösen lassen, die Verbindungen über Funk aufrecht erhalten, die Kräfte und Mittel sinnvoll einsetzen und die eigentliche Aufgabe, das Löschen des Waldbrandes, musste auch erfüllt werden. Als kleine Highlights reagierten die einzelnen Gruppenführer sehr schnell auf Lageänderungen. Es galt eine fiktive Pressereporterin im Zaum zu halten und "verletzte" Kameraden wurden gerettet und betreut.
Die einzelnen Jugendfeuerwehrwarte und die Betreuer gaben dabei viele kleine Tipps, hielten sich aber überwiegend im Hintergrund auf. Die Bedienung der technischen Geräte und der Fahrzeuge sowie die Beachtung der Unfallverhütung war Aufgabe der Jugendwarte. Erstaunlicherweise sorgte allein die Anwesenheit der Erwachsenen für einen Motivationsschub bei den Jugendlichen, die nun erst recht beweisen wollten, welch gut ausgebildete Nachwuchskräfte in ihnen steckt.
Als Fazit der Ausbildungsüberprüfung ist zu sagen, dass die Jugendlichen, ihrem Alter entsprechend, sehr gut ausgebildet sind. Sie können feuerwehrübergreifend Hand in Hand arbeiten.
Alle Feuerwehren im Amt Hagenow-Land, die eine Jugendfeuerwehr unterhalten, können auf einen Nachwuchs zurückgreifen, der enorme feuerwehrtechnische Fähigkeiten sowie auch soziale Fertigkeiten besitzt.
Wie es bei der Feuerwehr üblich ist, gibt es keine Veranstaltung ohne kameradschaftliches Beisammensein. Deshalb wurde nach der Ausbildung, bei schönstem Wetter, am Feuerwehrgerätehaus in Strohkirchen zum Mittag gegrillt. Es gab eine Auswertung für alle Teilnehmer und es fand ein reger Austausch zwischen den einzelnen Jugendfeuerwehren statt. Solch eine Ausbildung macht deutlich, wie die einzelnen Schulungen in den Jugendfeuerwehren zu einem Gesamtbild werden können. Wenn alle Kräfte bei einer Ausbildung oder bei einem zukünftigen gemeinsamen Einsatz ihren Aufgabenbereich beherrschen, abdecken und der Stärkere dem Schwächeren hilft, dann wird jede Lage erfolgreich gelöst werden.